Montag, 28. Oktober 2019, 19:00 - Nationalstaaten und Minderheiten

 

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Montag, 28. Oktober 2019, 19:00 Uhr

 

Nationalstaaten und Minderheiten

 

Teil der Veranstaltungsreihe Aufbruch und Krise - das östliche Europa nach dem Ersten Weltkrieg

 

Ort: Ungarisches Kulturinstitut Stuttgart

 

 

 

Friedensverträge ohne Befriedung

 

Die Frage der Selbstbestimmung der Völker wurde bis zum Ende des Ersten Weltkrieges von den Staaten bewusst vermieden und bei den Friedensverhandlungen auch nicht zum allgemeinen Prinzip erhoben. Diese inkonsequente Praxis erwies sich für die Zukunft als schwere Hypothek. In der ersten Vortragsrunde fragen wir einerseits nach den Zielen der Siegermächte und der Nachfolgestaaten bei der territorialen Neuordnung, andererseits nach alternativen Vorstellungen über ein gemeinsames Mitteleuropa oder eine Donaukonföderation und sprechen über „von unten“ kommende Vorstellungen lokaler Eliten.

 

 

 

In den Nachfolgestaaten der Habsburgermonarchie entstand nach 1918 aus der Diskrepanz zwischen nationalstaatlichem Anspruch und multiethnischer Realität überall ein Programm für den „Aufbau der Nation“.

 

Abweichende Ansichten und Mehrfachidentitäten der auf dem Staatsgebiet lebenden Minderheiten wurden misstrauisch beäugt oder sogar bekämpft.

 

Auch im wirtschaftlichen Bereich verfolgten die Nationalstaaten eine sich an den nationalen Interessen orientierende Wirtschaftspolitik, die sich zugleich gegen ressourcenreiche Minderheiten richtete.

 

Eine Expertenrunde von Historikern analysiert sowohl Minderheiten betreffende Praktiken als auch Strategien von Minderheiten.

 

Mit Prof. Dr. Gábor Egry, Leiter des Politikwissenschaftlichen Instituts in Budapest, und Prof. Dr. Bogdan Murgescu, Universität Bukarest

 

Moderation: Prof. Dr. Márta Fata, Institut für Donauschwäbische Geschichte und Landeskunde in Tübingen

 

 

 

Eintritt frei, Anmeldung erwünscht: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

In Kooperation mit dem Institut für Donauschwäbische Geschichte und Landeskunde in Tübingen